ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow sackt ab - Experte warnt vor Lockerung

dpa-AFX

12.05.2020 22:32

DOW JONES INDUSTRIAL AV...

26.642,59 +556,79 +2,13%
Chart für: DOW JONES INDUSTRIAL AVERAGE INDEX

NASDAQ 100 INDEX

10.689,520 +87,312 +0,82%
Chart für: NASDAQ 100 INDEX

S&P 500 INDEX

3.197,52 +42,30 +1,34%
Chart für: S&P 500 INDEX

TESLA

1.516,8000 +19,7400 +1,32%
Chart für: Tesla

UBER TECHNOLOGIES INC

30,93 -0,79 -2,49%
Chart für: Uber Technologies Inc

BOEING CO

179,96 +4,31 +2,45%
Chart für: Boeing Co

EUR/USD SPOT

1,14129 +0,00136 +0,12%
Chart für: EUR/USD Spot

GENERAL ELECTRIC CO

6,88 +0,18 +2,69%
Chart für: General Electric Co

Die Warnung des prominenten Immunologen und Regierungsberaters Anthony Fauci vor frühen Lockerungen in der Corona-Krise haben den US-Aktienmärkten am Dienstag einen gehörigen Dämpfer verpasst. Der anfangs noch im Plus notierende Dow Jones Industrial sackte im späten Handel deutlich ab und schloss mit einem Minus von 1,89 Prozent bei 23 764,78 Punkten. Der marktbreite S&P 500 fiel um 2,05 Prozent auf 2870,12 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 2,01 Prozent auf 9112,45 Punkte.

Fauci warnte in der Corona-Krise vor einer übertrieben schnellen Rückkehr zur Normalität. "Das könnte wirklich ernste Konsequenzen haben", sagte Fauci am Dienstag in einer Video-Anhörung des Senats. Wenn die Richtlinien nicht beachtet würden, bestehe das reale Risiko eines Ausbruchs, den man nicht kontrollieren könne. Auch die Bemühungen um eine wirtschaftliche Erholung könnten dadurch zurückgeworfen werden. Zudem sei eine zweite Welle der Virus-Pandemie im Herbst möglich. Fauci stellte sich damit einmal mehr gegen die von US-Präsident Donald Trump geplanten Lockerungen.

Die Demokraten im Repräsentantenhaus wollen wegen der Corona-Krise ein weiteres massives Konjunkturpaket verabschieden. Mit dem Paket sollen mindestens 3 Billionen US-Dollar bereitgestellt werden, unter anderem für den Ausbau von Sozialprogrammen, die Gesundheitsversorgung sowie Hilfen für Bundesstaaten und Kommunen.

Die Inflation in den USA schwächte sich im April vor allem wegen stark fallender Energiepreise massiv ab. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, lagen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im März hatte die Inflationsrate noch 1,5 Prozent betragen. Die aktuelle Rate ist die niedrigste seit Oktober 2015. Analysten hatten im Mittel eine Teuerungsrate von 0,4 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich fielen die Verbraucherpreise um 0,8 Prozent. Das war der stärkste Rückgang seit Dezember 2008.

Unter den Einzelwerten zeigten sich die Aktien von Tesla mit minus 0,2 Prozent noch relativ stabil. Elon Musk, Chef des Elektroautobauers, fährt die Produktion im kalifornischen Hauptwerk Fremont wieder hoch und widersetzt sich damit einem Verbot der Behörden in der Corona-Krise. Kalifornien hat insgesamt eine vorsichtige Öffnung von Betrieben erlaubt. In jenem Bezirk, in dem das Tesla-Werk liegt, gelten jedoch weiterhin Ausgehbeschränkungen.

Boeing hat im April Aufträge für weitere 108 Maschinen des Pannenflugzeugs 737 Max verloren. Unter anderem kürzte die zu General Electric gehörende Leasing-Firma Gecas ihre Max-Bestellungen, wie aus Boeing-Angaben hervorgeht. Bereits im März wurden Bestellungen für 150 Maschinen der 737 Max storniert. Boeing-Papiere verloren 2,9 Prozent.

Die Titel des Essenslieferdienstes Grubhub schossen nach Berichten über ein Übernahmeinteresse von Uber um 29 Prozent nach oben. Der Fahrdienst-Vermittler ist bereits im Geschäft mit der Essenszustellung aktiv, braucht aber noch Größe, um es profitabel zu machen. Grubhub war an der Börse zuletzt rund 4,5 Milliarden Dollar wert. Uber-Aktien kletterten um 2,4 Prozent nach oben.

Die im europäischen Handel eingeleitete Erholung des Eurokurses geriet im US-Geschäft ins Stocken. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0848 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0858 Dollar festgesetzt. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen stiegen um 15/32 Punkte auf 107 29/32 Punkte und rentierten mit 0,66 Prozent./edh

 ISIN  US2605661048  US6311011026  US78378X1072

AXC0453 2020-05-12/22:32

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