DGAP-News: Timberfarm GmbH: Zukunft klopft an die Tür (deutsch)

dpa-AFX

28.05.2020 15:13

Timberfarm GmbH: Zukunft klopft an die Tür

DGAP-News: Timberfarm GmbH / Schlagwort(e): Marktbericht/Stellungnahme
Timberfarm GmbH: Zukunft klopft an die Tür

28.05.2020 / 15:13
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Bis die Visionen der schnell wachsenden neuen Autobauer, allen voran Tesla -
die z. B. anstreben, dass uns unser Pkw künftig von A nach B fährt, uns bei
B aussteigen lässt, sich anschließend selbstständig einen Parkplatz sucht
und dort wartet, bis wir ihn über eine App wieder abrufen, um uns abzuholen
-, im Alltag des Normalbürgers Realität sind, dürfte es noch einen Moment
dauern.

Dafür, dass wir auf dem Weg dorthin sind, gibt es jedoch immer mehr
Anhaltspunkte. Und mit der flächendeckenden Einführung des
5G-Mobilfunkstandards werden solche Entwicklungen noch bedeutend öfter und
eindrücklicher uns Bürger zum Staunen bringen.

Aktuell lässt diesbezüglich die Vernetzung von Audi-Fahrzeugen mit den
Verkehrsampeln in Düsseldorf aufhorchen.

Wie der deutsche Autobauer Ende Januar bekannt gegeben hat, führt Audi für
die Rheinmetropole in seinen Fahrzeugen den Service "Ampel-Information" ein.
Bereits seit Ende Januar sehen Audi-Fahrer in ihrem Cockpit die
Informationen von rund 150 Düsseldorfer Verkehrsampeln, bis zum Frühsommer
dürfte sogar ein Großteil aller Düsseldorfer Kreuzungen vernetzt sein. Mit
dem "Ampel-Informationsservice", welcher ein Teil der sich rasch
entwickelnden sogenannten "Vehicle-to-Infrastructure-Services (V2I)
darstellt, sollen sich Effizienz, Komfort und Sicherheit im Verkehr erhöhen.

Der Audi-Ampel-Informationsdienst umfasst zwei Hauptfunktionen. Zum einen
errechnet der Dienst die optimale Geschwindigkeit für eine "Grüne Welle".
Kommt es trotzdem zu einem Stopp an einer roten Ampel, wird dem Audi-Fahrer
darüber hinaus angezeigt, wie viele Sekunden es noch dauert, bis die nächste
Grünphase beginnt.

Verschiedene Studien - unter anderem auch aus Ingolstadt, welche TIMBERFARM
studiert hat, der ersten europäischen Stadt, in der Audi den
Ampel-Informationsservice eingeführt hat - kommen zum Ergebnis, dass
Autofahrer dank vernetzter Ampeln effizienter in der Stadt unterwegs sind
und der Spritverbrauch um bis zu 15 Prozent gesenkt werden kann.

Laut Andre Hainzlmaier, Leiter Entwicklung Apps, Connected Services und
Smart City bei Audi, will der Autokonzern "den Komfort für die Fahrer
verbessern, die Sicherheit im Verkehr erhöhen und einen vorausschauenden
ökonomischen Fahrstil fördern. Dazu müssen wir präzise vorhersagen können,
wie sich Ampeln in den nächsten zwei Minuten verhalten. Die Exaktheit dieser
Prognosen ist denn auch die größte Herausforderung des
Ampel-Informationsservices."

Audi und sein amerikanischer Projektpartner TTS - Traffic Technology
Services Inc. - haben dafür einen komplexen Analysen-Algorithmus entwickelt,
der die Daten von mehreren Quellen - Steuerprogramm der Signalanlagen, Daten
von Verkehrsrechnern (Kameras, Bewegungsmelder usw.),
Fußgängerstreifendrücker - ausliest, mit historischen Daten kombiniert und
daraus genaue Prognosen errechnet. Das Programm ist, wie TIMBERFARM erfahren
hat, selbstlernend und verbessert sich selber, z. B. durch Erkennen, wann
das Verkehrsaufkommen resp. das Fußgängeraufkommen zunimmt.

Die Audi-Flotte spielt die entscheidende Rolle für die Ampelprognosen.
Hainzlmaier erklärt: "Die Autos senden anonymisierte Daten der
Ampelüberfahrten an einen Audi-Server. Dort wird überprüft, ob die realen
Ampelüberquerungen mit den Prognosedaten übereinstimmen; nur dann werden die
Ampeln für die Anzeige im Auto freigegeben."

Solche V2I-Dienste gibt es in den USA schon seit Längerem. 2016 feierte der
Dienst in Las Vegas seine Premiere. Heute sind die Ampel-Informationen in
Nordamerika an über 10.000 Kreuzungen verfügbar, alleine 2.000 Mal in
Manhattan, New York.

Folgen für die Kautschukindustrie

In Bezug auf die Auswirkungen, die solche und andere Entwicklungen im
Bereich der Mobilität auf die Kautschukindustrie haben werden, sei daran
erinnert, dass die Mehrheit der Experten aus der Auto- und Reifenindustrie
Folgendes erwartet:
Die Zahl der zugelassenen Pkw wird weiter zunehmen - nicht nur, weil die
Weltbevölkerung generell weiter zunimmt, sondern insbesondere auch, weil der
Anteil der Bevölkerung, welcher sich einen eigenen Pkw leisten kann, in den
kommenden Jahren überdurchschnittlich anwachsen wird.

Die Zahl der Nutzfahrzeuge wird weiterhin zunehmen, weil die
Transportbedürfnisse für Güter aller Art, insbesondere auch für den
Privathaushalt (Amazon, Zalando etc.), stark zunehmen.

Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, aber auch die "Shared Mobility", bei
der die individuellen Mobilitätsbedürfnisse nicht mehr mithilfe eines
eigenen Autos, sondern durch Autos, die man sich mit anderen Benutzern
teilt, oder durch Dienste wie Uber befriedigt werden, dürfte dazu führen,
dass das Wachstum der privat gehaltenen Fahrzeuge leicht zurückgehen wird.

Gleichzeitig wird jedoch die Nutzung der zirkulierenden Fahrzeuge - nicht
zuletzt, weil immer mehr Pkw und kleinere Nutzfahrzeuge für "Shared
Mobility" und Uber oder Uber-ähnliche Dienste gewerblich genutzt werden,
stark zunehmen.

Die Branchenkenner folgern daraus, dass die stärkere Nutzung auch einen
höheren Verbrauch von Autos und Reifen nach sich zieht.

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