Wiener Börse (Eröffnung) - ATX gibt am Vormittag über 2 Prozent nach / FACC rutschen nach Neunmonatszahlen deutlich ab - Wienerberger trotz Rekordgewinns im Minus

APA/rai/ste

26.02.2020 10:04

ATX

2.276,25 -12,08 -0,53%
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ATX PRIME

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Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch im Frühhandel tiefrot präsentiert. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.908,50 Punkten nach 2.970,26 Einheiten am Dienstag errechnet, das ist ein Minus von 61,76 Punkten bzw. 2,08 Prozent.

Der heimische Leitindex setzt damit seine deutlich negative Tendenz aus der ersten Wochenhälfte fort. Auch das europäische Marktumfeld zeigte sich stark von der Verunsicherung um die Ausbreitung des Coronavirus belastet. Die Zahl der Infektionen mit der Lungenkrankheit stieg in Europa zuletzt stark. Am Dienstag wurden die ersten Fälle in Österreich bestätigt. Die Börsen leiden vor allem unter der Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen der Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie.

Konjunkturdaten fallen am Mittwoch weitgehend als Impulsgeber aus. In Wien rückten jedoch Zahlenvorlagen in den Fokus. Vorbörslich hat Wienerberger seine Ergebnisse für das Jahr 2019 veröffentlicht und dabei das beste Ergebnis in seiner 200-jährigen Unternehmensgeschichte verzeichnet. Der Gewinn nach Steuern stieg um 87 Prozent auf 249 Mio. Euro. Der Umsatz wuchs um 5 Prozent auf 3,5 Mrd. Euro. Die Dividende soll nun um 20 Prozent von 0,50 auf 0,60 Euro angehoben werden. Am Vormittag ging es für den Wienerberger-Kurs dennoch um 2,44 Prozent abwärts.

Der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC hat unterdessen den Nettogewinn nach neun Monaten halbiert. Nach Steuern blieben 16,3 Mio. Euro übrig, nach einem Gewinn von 33,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse stiegen hingegen von März bis Ende November um 1,8 Prozent auf 596,1 Mio. Euro. Im Frühhandel setzte es für die FACC-Papiere ein sattes Minus von 7,12 Prozent, was zunächst den letzten Platz im prime market bedeutete.

Im breiten Marktsegment gab es am Vormittag lediglich zwei Kursgewinner: Die Titel von Rosenbauer tendierten mit plus 0,25 Prozent befestigt, nachdem der Feuerwehrausrüster am Vortag an der letzten Stelle der Kurstafel aus dem Handel gegangen war. Die Papiere der Addiko Bank zogen bei niedrigem Handelsvolumen um 1,28 Prozent an.

Der ATX Prime notierte bei 1.470,24 Zählern und damit um 2,02 Prozent oder 30,31 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich zwei Titel mit höheren Kursen, 35 mit tieferen und keiner unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 1.106.320 (Vortag: 685.839) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 25,921 (16,35) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

rai/ste

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