Wiener Börse (Eröffnung) - ATX gewinnt am Vormittag 1,59 Prozent / Aktien von OMV und Schoeller-Bleckmann dank höherer Rohölpreise sehr fest

APA/ste/ger

02.04.2020 10:13

ATX

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Chart für: ATX

Die Wiener Börse hat am Donnerstagvormittag klar im Plus tendiert. Der österreichische Leitindex ATX steigerte sich bis 9.45 Uhr um 1,59 Prozent auf 1.977,22 Punkte. An den europäischen Leitbörsen trübte sich die positive Tendenz vom Eröffnungshandel bereits etwas ein. Klar negative Vorgaben von der Wall Street wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus in den USA konnten von den Anlegern wohl nicht verdrängt werden.

In Wien zeigten sich unter den Einzelwerten die Aktien von OMV (plus 7,3 Prozent) und die Titel des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann (plus 4,6 Prozent auf 28,35 Euro) stark. Hier könnte der leichte Erholungsschub bei den Rohölpreisen unterstützt haben. China hat nach Angaben von Insidern Pläne zur Aufstockung der staatlichen Notreserven an Rohöl weiter vorangetrieben und damit die Ölpreis etwas nach oben getrieben.

Zu Schoeller-Bleckmann meldeten sich zudem die Analysten von der Deutschen Bank und nahmen ihr Anlagevotum von "Buy" auf "Hold" zurück. Das Kursziel von 30,0 Euro wurde hingegen unverändert belassen.

Bei den schwergewichteten Banken Erste Group (plus 0,5 Prozent) und Raiffeisen Bank International (plus 2,8 Prozent) gab es Kurszuwächse in unterschiedlicher Intensität zu sehen. Die Erste Group hatte am Mittwochabend den Finanzausblick für das Geschäftsjahr 2020 zurückgezogen. Die Bank verwies auf eine signifikante Verschlechterung des wirtschaftlichen Ausblicks wegen der Coronavirus-Pandemie.

Frequentis gaben nach Zahlenvorlage um 0,8 Prozent nach. Das Wiener Technologieunternehmen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 den Umsatz um 6,3 Prozent auf 303,6 Mio. Euro gesteigert. Das Konzernergebnis verbesserte sich um 5,8 Prozent auf 12,5 Mio. Euro. 2020 strebt das Unternehmen ein weiteres Wachstum bei Umsatz und Auftragseingang an, betonte aber die Unsicherheiten verbunden mit der Coronavirus-Pandemie.

Wienerberger bauten ein Minus von 0,5 Prozent auf 14,25 Euro. Hier meldeten sich ebenfalls die Experten der Deutschen Bank und kappten ihr Kursziel für die Papiere des Ziegelherstellers von 25,0 auf 16,5 Euro. Das Anlagevotum wurde unterdessen mit "Hold" bestätigt.

Mehr als dreiprozentige Kursgewinne wiesen FACC, Porr und Lenzing auf. Mindestens um zwei Prozent verbilligten sich zudem die Papiere von der Strabag und vom Flughafen Wien.

ste/ger

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