Wiener Börse (Nachmittag) - ATX verliert, Semperit im Höhenflug / Bankwerte und Ölaktien im Minus - Dünne Meldungslage

APA/kat/sto

03.07.2020 15:07

ATX

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Chart für: ATX

Die Wiener Börse hat sich am Freitagnachmittag weiterhin klar im Minus gezeigt. Der heimische Leitindex ATX gab bis 14.45 Uhr um 0,83 Prozent auf 2.269,31 Zähler nach, kam aber von seinen Tiefstständen im Verlauf wieder etwas zurück.

Im Rampenlicht standen zum Wochenschluss die Aktien von Semperit: Die Papiere legten bisher 24,66 Prozent auf 12,84 Euro zu, waren zwischenzeitlich aber auf 13,36 Euro nach oben gesprungen. Auslöser für den Kurssprung war eine adhoc-Meldung des Unternehmens, derzufolge das Betriebsergebnis (EBIT) heuer auf 110 bis 160 Mio. Euro steigen könnte - nach einem Minus von 16,5 Mio. Euro im Vorjahr.

Diese Nachricht sei eine sehr positive Überraschung für Investoren, schreibt Analystin Vladimira Urbankova von der Erste Group in einer ersten Reaktion. Die angegebenen EBITDA- und EBIT-Ziele lägen weit über den eigenen Prognosen der Bank und den Markterwartungen.

Abseits von Semperit blieb die Meldungslage dünn, Gewinnmitnahmen nach dem starken Vortagesgeschäft belastetet etwas. Bankenwerte, die am Vortag noch zugelegt hatten, kamen zurück. Erste Group gaben um 1,23 Prozent nach. Raiffeisen verloren um 1,21 Prozent und BAWAG fielen um 0,87 Prozent. Auch Ölwerte wie SBO (minus 2,29 Prozent) und OMV (minus 1,60 Prozent) fanden sich unter den bisherigen Tagesverlierern.

Zum Flughafen Wien könnte eine bereits am Vortag bekannt gewordene Analystenstimme weiter für Auftrieb gesorgt haben. Berenberg hatte zuletzt die Einschätzung "Buy" für die Titel bestätigt und das Kursziel gleichzeitig von 35,00 auf 33,00 Euro gesenkt. Flughafen-Wien-Papiere legten um 0,39 Prozent auf 25,50 Euro zu. Am Vortag hatten sie um mehr als drei Prozent fester geschlossen.

Bei den Aktien von DO&CO sieht die Berenberg Bank weiter massives Aufwärtspotenzial und bestätigte ihr Kursziel von 70,00 Euro und die Einschätzung "Buy". Die Aktien von DO&CO verbilligten sich bisher um 1,76 Prozent auf 44,55 Euro.

kat/sto

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