Speedinvest, RBI und UNIQA wollen 50 Mio. Euro in Fintechs stecken / 20 Mio. Euro von neuem "Speedinvest f"-Fonds, 15 Mio. Euro jeweils von Venture-Töchter der RBI und UNIQA - Enge Zusammenarbeit vereinbart

APA/cri/kre

25.05.2018 15:45

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Der heimische Start-up-Finanzierer Speedinvest, die Raiffeisen Bank International (RBI) und UNIQA wollen im Rahmen einer Partnerschaft gemeinsam 50 Mio. Euro in Fintechs investieren. Die beiden Finanzinstitute steuern via Venture-Töchter jeweils bis zu 15 Mio. Euro bei, Speedinvest mit einem neuen Fintechs-Fonds rund 20 Mio. Euro.

RBI-"Elevator Ventures" und UNIQA-Ventures investieren nicht in Speedinvest, sondern haben mit dem Start-up-Finanzierer eine enge Kooperation fixiert. Das gemeinsame Vorgehen wurde am Freitag bei der Start-up-Konferenz Pioneers in Wien bekanntgegeben.

Eine enge Kooperation zwischen einem Risikokapitalgeber wie Speedinvest und Finanzinstituten ist in Europa nicht alltäglich. Im Normalfall investieren die Venture-Töchter der Banken und Versicherungen direkt in Fintechs.

"Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Speedinvest und die Möglichkeit durch diese Partnerschaft unser Fintech Engagement zu intensivieren", kommentierte RBI-Chef Johann Strobl die Partnerschaft. "UNIQA Ventures und die Kooperation mit Speedinvest sind eine wesentliche Säule in der Gesamtstrategie von UNIQA, die digitale Transformation, innovative Technologien und Zukunftstrends zum Vorteil unserer Kunden weiter voranzutreiben", so UNIQA-Chef Andreas Brandstetter.

In den "Speedinvest f"-Fonds haben unter anderem die US-amerikanischen Venture Capital Firma NEA (New Enterprise Associates) und einige Fintech-Gründer investiert. Der Fonds will sich auf Wachstumsfinanzierung (1 bis 4 Mio. Euro) in den Bereichen alternative Kreditvergabe, Zahlungsdienstleistungen, Geldanlage und digitale Vermögensverwaltung, Versicherungen, Bankinfrastruktur, Sicherheit und Compliance konzentrieren.

RBI, UNIQA und Speedinvest haben einen gemeinsamen Analyse-Prozess für potenzielle Fintech-Investments vereinbart. Die Teams würden zusammenarbeiten, hieß es am Freitag. Es gehe darum, gemeinsam eine "größere Feuerkraft" zu haben. Die Investitionsentscheidung treffe aber jeder für sich allein.

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